Das Konzept

Entspannt in den Feierabend – mit einem frischen Bier und klassischer Musik!​

WIE AUS EINER SCHNAPS – EINE BIERIDEE WURDE

Nach einer gemeinsamen Einladung mit Freunden verliessen wir in der Pause den Konzertsaal. In teuren, aber nicht immer bequem wirkenden Kleidern strömten die Menschen zum Champagner. Das Gehörte wurde interpretiert, kritisiert und nicht selten mit enthusiastischem Halbwissen bewertet. Markus war der erste, der die Stirn runzelte, und auch mich beschäftigte diese befremdende Haltung. Es war nicht stimmig, wurde der Musik nicht gerecht. Wir bestellten uns ein Bier und waren uns einig. Es muss noch etwas anderes geben, etwas, das unkomplizierter, nahbarer und doch professionell ist. Dem Publikum sollte die Gelegenheit geboten werden, einen konkreteren Bezug zu Musik und Interpreten aufzubauen, dabei Möglichkeiten nutzen, mehr Hintergrundinformationen zur Faszination der klassischen Musik zu erhalten.

Konzerpianistin Marian Rosenfeld lehnt am Klavier auf dem ein frisches Bier steht
Markus Marthaler schenkt beim Meet and Greet Wein aus

Das war im Jahre 2019! Die Idee, klassische Musik zu hören, dazu ein Bier zu trinken, aber auch den anschliessenden Apéro mit den Musiker:innen zu verbringen – all das ist zu einem Erfolg geworden. Grossartige Künstler:innen sind bei uns zu Gast und berühren mit ihrer Musik, inspirieren in persönlichen Begegnungen ein stetig wachsendes Publikum. „Abendbier zum Klavier“ ist zu einem festen Bestandteil im Programm vieler Klassikliebhaber geworden. Viele Menschen haben dadurch einen konkreteren Zugang zur Klassik erhalten, sind begeistert und lassen uns ihre Freude an den Konzerten spüren. Die Aufbauarbeit hat sich gelohnt, wir sind stolz und vor allem dankbar, dieses Format in die Welt zu tragen.

Wo, wenn nicht mit solchen Erlebnissen gelingt es, die eigenen Kraftquellen vermehrt zu erleben und gestärkt in den Alltag zurückzukehren?

Die Veranstalter

Abendbier zum Klavier Veranstalterin Marian Rosenfeld sitzt mit schwarzer Lederjack auf einer Stiege

Marian Rosenfeld, künstlerische Leitung

wurde als Dreizehnjährige in die Meisterklasse von Homero Francesch an der Musikhochschule Zürich aufgenommen und debütierte ein Jahr später im Grossen Saal der Tonhalle Zürich. Sie wurde an internationalen Wettbewerben wie dem Eurovisionswettbewerb für junge Musiker, dem ARD Wettbewerb oder dem Robert Schumann Wettbewerb in Zwickau ausgezeichnet.

Zahlreiche Auftritte führten sie auf die grossen Bühnen Europas. Sie trat mit dem Mozarteum-Orchester Salzburg, dem Münchner Kammerorchester oder dem Zürcher Kammerorchester unter Dirigenten wie Franz Welser-Möst, Pinchas Steinberg, Olivier Cuendet und Hans Graf auf.

Markus Marthaler - Mitveranstalter von Abendbier zum Klavier in dunkelblauem Sakko

Markus Marthaler, Projektleitung

ist Mitbegründer des Konzeptes Abendbier zum Klavier. Als eingefleischter Idealist und Optimist hat er von Beginn an die notwendigen organisatorischen Massnahmen eingeleitet, die «Bieridee» in die Realität umzusetzen. Er ist als Gastgeber bei den Konzerten dafür besorgt, dass sich das Publikum in jeder Hinsicht aufgehoben und willkommen fühlt.

Markus ist zudem im Format www.musikundgeist.ch gemeinsam mit Marian in der St. Charles Hall in Meggen mit seinen Lesungen «live» zu erleben.

JUGENDFÖRDERUNG

Quartett "Par Coer" junge Talente
Musikerinnen der Young Edition von Abendbier zum Klavier

«Young Edition»

Junge Musikstudierende arbeiten intensiv, um sich das umfangreiche Repertoire ihres Instrumentes anzueignen. Genauso gilt es jedoch, sich die nötigen technischen Fähigkeiten zu erarbeiten. Dabei sind Hingabe, Fleiss und Disziplin gefragt. Mit all dem Einsatz gibt es jedoch Dinge, die nicht zuhause geübt und auch nicht im Unterricht mit Dozierenden erprobt werden können:

Es sind jene Details, die auf der Bühne, während dem Auftritt passieren. Erst hier, im Rampenlicht, stellt sich heraus, was funktioniert, was sitzt, wie es sich anfühlt und wie man vor dem Publikum reagiert.

Deshalb sind Auftrittsmöglichkeiten von unschätzbarem Wert. Je mehr eine zukünftige Künstlerin auftritt, desto mehr Sicherheit entsteht. Schlussendlich ist das Ziel, die Nervosität zu überwinden und sich ganz in die Musik zu versenken.

Mit «Young Edition» haben wir gerade deshalb seit 2023 ein neues, zusätzliches Format für junge Musiktalente geschaffen.

Zudem liegt uns am Herzen, dass junge Musizierende mit Freude den Austausch mit dem Publikum erleben und sich persönlich einbringen.

Wir möchten dadurch etwas dazu beitragen, dass junge Musiker:innen Klassik auf eine etwas andere Weise unter die Menschen bringen.

Milena Marena, Cellistin