Mit «Tango am Fjord – Klanglandschaften zwischen Feuer und Eis» fand die Saison 2025/2026 von Abendbier zum Klavier ihren musikalischen Abschluss. Am 17. Juni im Pfarreizentrum St. Josef in Schlieren und am 18. Juni im Dorfmattsaal Rotkreuz gestaltete Marian Rosenfeld gemeinsam mit dem Cellisten Thomas Grossenbacher zwei Konzertabende, an denen nordische Weite und südliche Leidenschaft aufeinandertrafen.

Tango am Fjord: Ein Programm voller Kontraste

Manche Konzertprogramme erzählen eine Geschichte, während andere neue Klangwelten eröffnen. «Tango am Fjord» verband beides und führte das Publikum durch sehr unterschiedliche musikalische Landschaften.

Zu Beginn glitzerte Edvard Griegs Musik wie Schnee im Licht. Dabei wurden nordische Weite, Klarheit und feine Leuchtkraft hörbar. Kurz darauf führte Manuel de Falla nach Spanien. Seine Musik erklang graziös, temperamentvoll und farbenreich, zugleich war sie an manchen Stellen von einer spürbaren Tragik geprägt.

Mit Jean Sibelius veränderte sich die Stimmung erneut. Nun traten Dunkelheit und Wucht in den Vordergrund. Thomas Grossenbacher brachte diesen Wechsel in seiner Einführung mit einem bemerkenswerten Gedanken auf den Punkt: «Musik muss nicht immer schön sein.» Gerade dadurch erhielt das Programm eine zusätzliche Tiefe.

Schliesslich bildete Astor Piazzollas Le Grand Tango den Abschluss. Das Werk entfaltete rhythmische Kraft und mitreissende Energie und entliess das begeisterte Publikum in den Sommerabend.

Tango am Fjord im Dialog: Marian Rosenfeld und Thomas Grossenbacher

So unterschiedlich die Werke waren, so stark verband sie das intensive Zusammenspiel von Marian Rosenfeld und Thomas Grossenbacher.

Beide begegneten einander mit grosser Aufmerksamkeit und musikalischem Vertrauen. Dadurch entstand ein Dialog, in dem sich Klavier und Violoncello ergänzten und zugleich immer wieder neue Impulse gaben. Stellenweise verschmolzen die beiden Instrumente beinahe miteinander. Dennoch bewahrte jede Stimme ihre eigene Farbe und Ausdruckskraft.

Thomas Grossenbacher prägte die Abende mit seinem nuancenreichen Cellospiel und seiner grossen musikalischen Präsenz. Gemeinsam mit Marian Rosenfeld entwickelte er eine beeindruckende Spannweite, die von zartesten Pianissimo-Momenten bis zu dunklen und wuchtigen Höhepunkten reichte.

Dabei entstand immer wieder der Eindruck, als würden die beiden Musiker einander Flügel verleihen. Gerade dieses Zusammenspiel machte «Tango am Fjord» zu einem intensiven Konzerterlebnis.

Tango am Fjord aus Sicht des Publikums

Auch nach den Konzerten wirkte die Musik weiter. In den Worten einer Besucherin:

«Was für eine Harmonie zwischen euch beiden zum Klang kam. Was für ein spannungsvolles Programm.»

Eine weitere Rückmeldung brachte es schlicht auf den Punkt:

«Es klingt nach.»

Diese Rückmeldungen berühren uns sehr. Denn sie zeigen, dass ein Konzert nicht mit dem letzten Ton endet. Vielmehr kann die Musik weiterwirken, Erinnerungen wecken und Menschen miteinander verbinden.

Tango am Fjord als Abschluss der Saison

Unser herzlicher Dank gilt Thomas Grossenbacher für das inspirierende gemeinsame Musizieren. Ebenso danken wir Ihnen, unserem Publikum, für Ihre Aufmerksamkeit, Ihre Treue und die vielen persönlichen Begegnungen nach den Konzerten.

Durch Ihre Offenheit und Verbundenheit wird Abendbier zum Klavier zu einer Konzertreihe, in der hochkarätige Musik und persönliche Atmosphäre zusammenfinden.

Mit «Tango am Fjord» fand die Saison 2025/2026 ihren musikalischen Abschluss. Zugleich richtet sich unser Blick bereits auf die kommende Saison und auf viele weitere Begegnungen mit Ihnen.

Das aktuelle und kommende Konzertprogramm finden Sie auf unserer Programmseite. Ausserdem können Sie sich für unseren Newsletter anmelden, damit Sie frühzeitig über neue Konzerte, Programme und Reservationen informiert werden.

Wir freuen uns darauf, Sie bald wieder bei Abendbier zum Klavier begrüssen zu dürfen.